tired

Der Millenium Development Run

Flattr this!

Der Millenium Development Run

– wie wir beim Wettlauf gegen den Hunger Jahrzehnte lang geschummelt haben.

von Ajit Johannes Thamburaj

Entwicklungspolitisch interessierte Menschen haben es schwer: CO2-Emmissionen rauf, Biodiversität runter, weltweite Ungleichheit hoch, verfügbare Agrarfläche runter. Rüstungsexporte hoch — und täglich grüßt das Murmeltier. Da sind die kürzlich vermehrt in den Medien auftauchenden Meldungen über die angeblichen Erfolge im Kampf gegen den Hunger eine willkommene Abwechslung. Schleichend scheint sich in der Medienberichterstattung die Auffassung durchzusetzen, dass wir im Kampf gegen den Hunger beträchtliche Erfolge erzielt haben. Sogar die längst totgesagten Milleniumentwicklungsziele zur Hungerbekämpfung scheinen auf einmal wieder erreichbar. Glaubt mensch der Rhetorik des entwicklungspolitischen Mainstreams, befinden wir uns in der „Zielgeraden“ und im „Endspurt“.

Klingt irgendwie sportlich. Stellen wir uns also vor, der gemeinsame Kampf gegen den Hunger wäre ein Marathon.

Fehlstart des Jahrhunderts

Die Ziellinie des Laufes wurde bereits Mitte der 70er im Rahmen der 1. Welternährungskonferenz nach der Hungerkrise in Bangladesch klar definiert: die vollständige Beseitigung des Hungers innerhalb eines Jahrzehnts.(1) Doch anstatt die Beine in die Hände zu nehmen und loszurennen, stritten wir uns die nächsten 20 Jahre  zunächst einmal darüber, ob wir die Schuhe mit den roten Sternen oder  doch lieber die Natostreifen tragen sollen. Und 1996 auf der 2. Welternährungskonferenz in Rom blieb uns nach zwei verlorenen Dekaden dann nicht anderes mehr übrig als zuzugeben, dass das ursprüngliche Ziel doch etwas zu sportlich war. Und so hat sich die Weltgemeinschaft in Rom mit der Reduzierung des Hungers um die Hälfte begnügt – aus Marathon mach‘ Halbmarathon.

Wer schon mal versucht hat, einen Halbmarathon zu laufen, weiß: es ist anstrengend genug. Zum Zeitpunkt der Konferenz in Rom 1996 ging mensch davon aus, dass 788 Millionen Menschen auf der Welt hungrig zu Bett gehen.(2) Eine Halbierung hätte folglich eine Reduktion auf 394 Millionen bis 2015 bedeutet. Doch recht bald musste die Weltgemeinschaft feststellen, dass eine solche Reduzierung ohne radikalen Kurswechsel nicht zu erreichen ist. Das sachkundige Publikum vermutet mittlerweile, dass es eventuell auch am Trainingsprogramm gelegen haben könnte: Direkt nach dem Startschuss, also zwischen 1997 und 2003 wurden die jährlichen Ausgaben der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit für Landwirtschaft, Fischerei und entwicklungsorientierte Ernährungssicherung von 222 Millionen auf 80 Millionen gekürzt, entwicklungspolitisch kontraproduktive Handelsabkommen abgeschlossen (z.B. das WTO Agrarabkommen) und die kleinbäuerliche Landwirtschaft in vielen Ländern durch Exportorientierung zerstört. (3) Ein Läufer also, der die ersten Kilometer in die falsche Richtung rennt. Es gibt wahrlich bessere Starts.

Unsportlichkeit 1: Die Ziellinie verschieben.
Was nun geschah, kann mit Fug und Recht als die unglaublichste Ansammlung von Unsportlichkeiten in der Geschichte des internationalen Sports gelten und lässt sogar die FIFA vor Neid erblassen. Um den Fehlstart wettzumachen, wurde kurzerhand einfach die Ziellinie nach vorne verlegt: so beschlossen die Delegierten auf dem Millennium Development Summit im Jahr 2000, dass nicht mehr die tatsächliche Anzahl der Hungernden weltweit (sog. absolute Hungerzahl) halbiert werden soll, sondern nur noch der Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung (sog. relative Hungerzahl). Bei einer wachsenden Weltbevölkerung dürfen dann entsprechend mehr Menschen hungern und die Zahlen gehen trotzdem zurück. Hätte die Weltgemeinschaft an dem ursprünglichen Ziel festhalten wollen, wäre ein ungemein viel größerer Trainingsaufwand vonnöten gewesen. Statt Marktradikalismus, trade-based food security und Strukturanpassungsprogrammen wäre das Absetzen des Subventionierungsdopings, die Auflösung des WTO-Trainingslagers sowie die Suspendierung der aus Bretton Woods stammenden Trainer*innen IWF und Weltbank vonnöten gewesen.(4) Doch das ist unbequem.

Grafik I und II: wie sich das Ergebnis verändert, je nachdem welches Ziel verwendet wird:
rot und gelb dominieren diese Karte: der absolute Großteil der Länder hätte das ursprüngliche Ziel der Reduktion der absoluten Hungerzahlen nicht erreicht...
rot und gelb dominieren diese Karte: der absolute Großteil der Länder hätte das ursprüngliche Ziel der Reduktion der absoluten Hungerzahlen nicht erreicht…
mdgsummit_jpg
…doch auf einmal wurde es grün in der Welt. Mit der Veränderung des Zieles hin zu den sog. „relativen“ Hungerzahlen, also dem Anteil der Hungernden an der Gesamtbevölkerung, ergibt sich ein völlig anderes Bild.

Unsportlichkeit 2: Die Startlinie verschieben und die Stoppuhr austauschen

Kurz danach wurde noch tiefer in die Trickkiste gegriffen. Wenn mensch die Ziellinie verschieben kann, warum nicht auch die Startlinie? Anstelle des ursprünglichen Basisjahres 1996 bezogen sich die Reduktionen auf einmal auf das Jahr 1990 – ein Jahr, in dem deutlich höhere Ausgangszahlen herrschten (ca. 800 Millionen Menschen). 2004 verkündete die Food and Agriculture Organisation (FAO), die für die Berechnung der Zahlen im Auftrag der UNO zuständig ist, dass diese Ausgangszahlen noch höher wären als ursprünglich vermutet, nämlich 823 Millionen. 2012 waren es dann auf einmal 980 Millionen, 2013 ging mensch rückwirkend bereits von 995 Millionen aus.(5) Der Effekt: je höher die Ausgangszahl, desto einfacher ist deren „Halbierung“ zu erreichen. Mich erinnert das ein bisschen an die alberne Praxis im Profifußball, den Ball bei Freistößen in kleinen, unauffälligen Schritten näher Richtung Tor zu rollen, wenn der Schiri gerade nicht hinguckt.

wfs-pic09Doch zum Glück guckten manche genau hin: Die Menschenrechtsorganisation FIAN sowie verschiedene Wissenschaftler*innen wiesen bereits 2013 darauf hin, dass sich durch die Veränderung in der FAO-Berechnungsmethodik im Jahr 2012 nicht nur die Ausgangszahlen, sondern auch die gesamten Zahlen über die Jahre hinweg massiv verändern (6). Das neue Ergebnis ließ das entwicklungspolitische Establishment aufatmen: Eine nun in der Tendenz fallende Hungerkurve (blaue Kurve in Grafik III). Hätten wir weiterhin die ursprüngliche Methode genommen (siehe grüne Kurve in Grafik IIII), hätte sich ein gänzlich anderes Bild ergeben: In der Tendenz wären die absoluten Hungerzahlen bis 2011 im weltweiten Durchschnitt angestiegen! (7) Dann doch lieber die Stoppuhr austauschen und durch eine Zeitmessung ersetzen, die etwas langsamer tickt.

Unsportlichkeit 3: Mitläufer eliminieren

Bleiben wir sportlich. Nehmen wir einmal an, die neuen Berechnungsmethoden wurden nicht zur Zahlenbeschönigung eingeführt, sondern sind das Resultat verbesserter statistischer Verfahren. Doch bei dem, was nun folgt, blieb mir die Luft so sehr weg wie bei meinen (bisher erfolglosen) Versuchen, einen Halbmarathon zu laufen.

Um die ultimative Unsportlichkeit des Millenium Development Runs zu verstehen, ist ein kurzer Exkurs nötig. Die FAO-Zahlen zum Welthunger beruhen auf dem sogenannten State of Food Insecurity Index in the World (SOFI). Dieser Indikator misst, wie viele Menschen in einem Land weniger Kalorien zu sich nehmen, als sie bräuchten. Klingt logisch. Nur: Wie viele Kilokalorien braucht ein Mensch pro Tag? Welcher Energieverbrauch gilt als „normal“? Darüber lässt sich trefflich streiten. Gänzlich verblüffend ist allerdings der Ansatz, den die FAO gewählt hat: als ausreichende Kalorienzufuhr gilt ein Wert von 1800 Kilokalorien pro Tag. Woher kommt diese Zahl? Nun, das ist der Mindestwert, den Menschen bei einem „bewegungsarmen Lebensstil“ zum Überleben benötigen, jenem Lebensstil, der mit Büro- und Schreibtischarbeit verbunden ist und landläufig als „couch potaoe lifestyle“ bezeichnet wird.

Zum Vergleich: Bei einem„normalen Lebensstil“ müsste die FAO nach eigenen Angaben nicht von 1800 sondern von 2100 Kilokalorien ausgehen. Selbst die Weltbank nimmt für ihre Armutsberechnungen 2200 Kilokalorien als Grundlage. Der weltweite Durchschnitt lag im Jahr 2000 bei ca. 2800 Kilokalorien. Würde die FAO einen „normalen“ Lebensstil zugrunde legen, würden die Hungerzahlen drastisch in die Höhe schnellen! ( siehe die Differenz zwischen der blauen zur roten Kurve in Grafik III). Derzeit lägen wir wohl bei bei ca. 1,2 Milliarden Menschen.

Grafik III: Magische Kurvenwanderung — wie sich die Zahlen je nach Berechnungsmethode verschieben

2

Die Absurdität dieser Annahmen bringt der Gerechtigkeitstheoretiker Thomas Pogge in einem SZ-Interview so auf den Punkt: „Die Berechnung ist absurd. Die Menschen in Entwicklungsländern arbeiten meist körperlich hart, Waschmaschinen oder Ähnliches gibt es nicht. Ein hungernder Rikschafahrer ist nach dieser Definition unmöglich – er würde verhungern, bevor das Jahr um ist.“(8)

Mal ehrlich: Bei so viel Unsportlichkeit hätten Sie bei der Olympiade längst die Glotze ausgeschaltet. Aber bleiben Sie noch kurz dran.Wir sind fast im Ziel. Wir rechnen nur noch schnell so viele Läufer*innen aus der Wettkampfwertung raus, dass das Endergebnis nochmal etwas besser aussieht. So wie die FAO, die in ihrer Statistik all diejenigen Hungernden rausrechnet, die nicht durchgängig über den Zeitraum von einem Jahr lang hungern. Menschen, die kurzzeitig oder aber unterbrochen von Hunger betroffen sind (denken Sie an Saisonarbeiter*innen) werden einfach aus der Statistik gestrichen (9). Puh. Zurück zum Sport.

Stolpernd ins Ziel

Im Rennen gegen den weltweiten Hunger wurde also zunächst die Ziellinie nach vorne verschoben, dann wurde mehrmals in kleinen Schritten die Startlinie nach hinten verlegt, die Stoppuhr ausgetauscht und kurz vor dem Ziel wurden so lange andere Läufer*innen disqualifiziert, bis das Ergebnis passt.

Die Läuferin taumelt, aber sie stolpert ins Ziel. Und so sähe die Wettkampfwertung aus, wenn wir hinter die Kulissen feierlicher Gipfelbekundungen blicken (10):

1. In 20 Lxfändern der Welt ist die Zahl der hungernden Menschen seit 1990 gestiegen.
2. In weiteren 16 Ländern geht zwar der relative Hunger zurück, aber weniger als 50%.
3. In 14 Ländern stiegen sogar die relativen Hungerzahlen an – ein ernährungspolitischer Super-GAU.
4. Würden wir einen realistischen Kalorienbedarf zugrunde legen, läge selbst der relative Rückgang des Hungers nur noch bei ca 34% anstelle der derzeit verkündeten 50%.
5. Die Zahlen sagen nichts über den ungleichen Zugang zu Nahrung auf individueller Ebene aus. Studien zeigen, dass gut aussehende Durschnittszahlen die Ungleichverteilung aufgrund von Gender, Kaste oder „Ethnizität“ verschleiern.
6. Außerdem macht eine reine Fixierung auf die Trendabnahme blind für den weiter bestehenden Hunger. Das Beispiel Äthiopien zeigt dies auf erschreckende Weise: Zwar hat das Land das Millenniumsziel erreicht und die (relative) Hungerzahl um 50% verringert. Doch damit hungert in dem Land immer noch fast jede zweite Person.In Haiti ging die Anteil der Hungernden an der Bevölkerung um 12% zurück. Ein Erfolg? Mitnichten – denn 60% der Menschen sind weiterhin unterernährt.

agrarian_reform_for_food_sovereignty_campaignVon quantitativen Zahlen zu qualitativen Antworten

So lange uns ein FIFA-Skandal oder der alljährlich wiederkehrende Doping-Skandal bei der Tour de France mehr interessiert als der „größte Skandal des 21. Jahrhunderts“ (Jean Ziegler), wird sich wenig an dieser Situation ändern. Ich plädiere trotzdem dafür, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Nicht aufgrund frisierter Hungerzahlen oder feierlichen Absichtserklärungen auf den Gipfeln der Welt. Sondern weil immer mehr Menschen begreifen und handeln: solidarische Landwirtschaft, Food Coops, Foodsharing, bäuerliche Landwirtschaft, regionale Kreisläufe, Guerilla Gardening, bewusster Konsum, Widerstand gegen land-grabbing und Wiederaneignungen von unbestelltem Land – das ist der Stoff, aus dem eine bessere Zukunft gemacht sein wird.

Wie sieht die Zukunft für die weltweite Versorgung mit Wasser und Nahrung für Sie aus?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

 


 Fußnoten:

(1) Das Ziel wurde vom damaligen US Außenminister Henry Kissinger auf der ersten Welternährungskonferenz in Rom 1974 ausgerufen.

(2) Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/philosoph-ueber-globale-gerechtigkeit-wie-die-vereinten-nationen-den-hunger-kleinrechnen-1.2315642

(3) Quelle: http://germanwatch.org/handel/hunger06.pdf

(4) Die Europäische Union hat im Rahmen der „Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) jahrzehntelang eigene Agrarprodukte subventioniert, die dann teilweise zu Dumpingpreisen exportiert wurden und mit veratnwrtlich für die Zerstörung lokaler Märkte in vielen Ländern des globalen Südens waren. Derzeit liegt ein Angebot vor, die Subventionen abzubauen. Ironischerweise wird dies anscheinend an die Verpflichtung zu anderen Freihandelsmaßnahmen geknüpft. sieh z.B.  http://www.taz.de/!5050558/ Außerdem haben Strukturanpassungsmaßnahmen der sog. „Bretton Woods“ Organisationen Weltbank und IWF seit der Verschuldungskrise immer wieder dafür gesorgt, dass Lebensmittelsubventionen abgeschafft wurden, Agrarmärkte liberalisiert und Investitionen in die ländliche Agrarinfrastruktur zugunsten einer exportorientierten Wirtschaft vernachlässigt wurde.

(5) Eine gute Zusammenfassung dieser „Sprünge“ findet sich in einem Artikel von in der New York Times: Counting the Hungry

(6)  Lappe/Clapp/Anderson et al 2012: Framing Hunger: a response to the The State of Food Insecurity in the World 2012, einsehbar unter http://www.ase.tufts.edu/gdae/Pubs/rp/FramingHunger.pdf?u=74907371d448da77287940e4d&id=0f773fe487&e=c42ae444af

(7) Mir lagen die Zahlen nach der alten FAO Berechnungsmethode nicht als Datensatz vor. Ich habe stattdessen die Kurve aus einer Grafik der Initiative „Wege aus der Hungerkrise“ entnommen: http://www.weltagrarbericht.de/index.php?id=2203&L=0 Der Knick am Ende der grünen Kurve ist darauf zurückzuführen, dass die FAO in diesem Jahr diese Berechnungsmethode aufgegeben hat. Zahlen für die Jahre nach 2011 liegen entsprechend nicht mehr vor.

(8) Das SZ-Interview kann hier nachgelesen werden: http://www.sueddeutsche.de/politik/philosoph-ueber-globale-gerechtigkeit-wie-die-vereinten-nationen-den-hunger-kleinrechnen-1.2315642

(9) Quelle: Annex 2 des State of Food Insecurity in the World 2015 Report

(10) Die folgenden Zahlen werden nirgendwo in den offiziellen Berichten genannt, ergeben sich aber aus Berechnungen, die aufgrund der sehr guten und trasnapartenten Datenlage der FAO selbst berechnet werden können.E Grundlage sind die Zahlen des State of Food Insecurity in the World 2015 Report.

4 comments on “Der Millenium Development Run

  1. Schöner Artikel. Ich genieße das Verhältnis von Fakten zu Interpretationen!

    Graphik III ist ja schon spektakulär. Gibt es irgendwo eine (möglichst schmerzreduzierte) Erklärung dazu wie genau die FAO Statistiken 2012 geändert wurden (und wie es vorher berechnet wurde). Letztlich würde mich nämlich interessieren, ob hier wirkliche die Statistik verbessert wurde oder ob die drei Kurven einfach als Maß für eine inhärente unschärfe der Datenbasis zu verstehen sind.

    1. Hallo Felix, Danke für die Rückmeldung! Ich habe das Netz durchforstet, und wirklich schlau bin ich aus den wenigen Hinweisen zu der Veränderung der Berechnungsmethode nicht geworden. Daher habe ich vor ca. 1 Woche die FAO Statistikabteilung angeschrieben: bisher ohne Antwort. :-)

  2. Sehr geerhter Herr Thamburaj,
    vielen Dank für diesen extrem guten Artikel. Er treibt mir Tränen der Wut und der Fassunglosigkeit in die Augen. In Zeiten, in denen zahlreiche Journalisten (und andere) vor allem durch abnehmende Empathie hervorstechen, ein gelunger Beitrag.

    1. Lieber „Stoiber Hotzenplotz“,
      Vielen Dank für den ermutigenden Kommentar. Ich teile die Meinung, dass es einen echt wütend macht, wie Fakten oder kritische Nachfagen im aktuellen medialen Diskurs einfach ignoriert und verdreht werden. Das geht mit dem hier behandelten Thema los und geht bis hin zu der verzerrten Debatte über Griechenlands Staatsschulden.
      Das große Problem ist bei Journalist*innen leider oft eine Zwickmühle: wenn sie kritisch berichten, verlieren sie den Zugang zur Macht – und damit die von der Chefredakteurin eingeforderte Story. zum Glück gibt’s Blogs. :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *